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Die Instandsetzung von Betonbauteilen ist unerlässlich, um die Tragfähigkeit und Sicherheit von Bauwerken langfristig zu gewährleisten. Ob Risse, Abplatzungen oder freiliegende Bewehrung – unsere Fachkräfte analysieren den Schaden, erstellen ein maßgeschneidertes Sanierungskonzept und setzen dieses mit bewährten Verfahren um.
Ist eindringendes Wasser die Ursache, erneuern wir zusammen mit dem Beton auch die Bauwerksabdichtung. Den dauerhaften Schutz der instandgesetzten Flächen übernimmt anschließend der Bautenschutz. Im genutzten Gebäude führen wir die Arbeiten als Arbeiten im Bestand abschnittsweise aus.
Risse im Beton können vielfältige Ursachen haben – von Schwindprozessen über Setzungen bis hin zu Überlastung. Wir analysieren die Rissursache und wählen das geeignete Sanierungsverfahren: Rissinjektion mit Epoxidharz oder Polyurethan, kraftschlüssige Verklebung oder flexible Verfüllung.
Wenn Bewehrungsstahl durch unzureichende Betondeckung oder eingedrungene Feuchtigkeit korrodiert, verliert das Bauteil seine Tragfähigkeit. Wir legen die betroffene Bewehrung frei, entfernen Rost, tragen Korrosionsschutzmittel auf und reprofilieren das Bauteil mit Spezialmörtel.
Bei Abplatzungen, Ausbrüchen oder großflächigen Betonschäden tragen wir den geschädigten Beton ab und ersetzen ihn durch hochfeste Reparaturmörtel. Die Reprofilierung stellt die ursprüngliche Geometrie und Tragfähigkeit des Bauteils wieder her.
Eine fachgerechte Betoninstandsetzung sichert die Tragfähigkeit und Nutzungsdauer Ihrer Bauwerke. Die wichtigsten Vorteile:
Die auffälligsten Anzeichen sind Abplatzungen, unter denen rostbraune, aufgeweitete Bewehrung sichtbar wird, sowie rostfarbene Flecken und Rissbilder, die parallel zur Bewehrungslage verlaufen. Solche Schäden sind nicht der Anfang, sondern bereits ein fortgeschrittenes Stadium: Bis der Rost den Beton absprengt, ist die Korrosion oft schon Jahre unterwegs.
Früher erkennbar sind Hohlstellen, die beim Abklopfen mit dem Hammer dumpf statt hell klingen – dort hat sich das Gefüge bereits gelöst, obwohl die Oberfläche noch geschlossen aussieht. Weitere Hinweise sind Kalkausblühungen und Sinterfahnen an Rissen, feuchte Ränder an Deckenuntersichten in Tiefgaragen, abgeplatzte Kanten an Balkonen und Attiken sowie Verfärbungen an Stellen, an denen Wasser dauerhaft steht.
Besonders gefährdet sind Bauteile mit Taumittelbeaufschlagung, also Tiefgaragendecken, Parkdecks und Rampen, außerdem Balkone, Betonfassaden und Bauteile im Spritzwasserbereich. Wenn Sie eines dieser Anzeichen sehen, lohnt sich eine Untersuchung, bevor der Schaden die Tragfähigkeit betrifft. Der Kostenunterschied zwischen einer frühen, kleinflächigen Instandsetzung und einer späten Sanierung mit Bewehrungsergänzung ist erheblich – häufig ein Vielfaches.
Am Anfang steht die Zustandserfassung, nicht der Presslufthammer. Wir nehmen die Schäden flächig auf, klopfen Hohlstellen ab, messen die Betondeckung magnetisch, bestimmen die Karbonatisierungstiefe mit Phenolphthalein an Bohrkernen und lassen bei Verdacht den Chloridgehalt im Labor bestimmen. Erst dieses Bild zeigt, ob ein örtlicher Schaden oder eine flächige Schädigung vorliegt.
Danach wird der Betonabtrag festgelegt und ausgeführt, meist mit Höchstdruckwasserstrahlen, weil es die Bewehrung schont und kein Mikrorissgefüge erzeugt. Abgetragen wird bis zum tragfähigen, chloridfreien Untergrund – und hinter der Bewehrung mindestens so weit, dass sie rundum umschlossen werden kann. Die freigelegte Bewehrung wird auf Reinheitsgrad SA 2½ entrostet, bei starkem Querschnittsverlust ergänzt und anschließend mit Korrosionsschutzbeschichtung versehen.
Es folgt die Reprofilierung mit einem Instandsetzungsmörtel des gewählten Systems, aufgetragen im Handauftrag oder im Spritzverfahren, bei großen Flächen als Spritzbeton. Zum Abschluss kommt ein Oberflächenschutzsystem, das je nach Beanspruchung hydrophobierend, rissüberbrückend oder als befahrbare Beschichtung ausgeführt wird. Wichtig ist dabei, dass alle Produkte aus einem aufeinander abgestimmten System stammen und die Ursache des Schadens beseitigt wurde – sonst kommt der Schaden zurück.
Grundlage ist die Instandhaltungs-Richtlinie des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton, die die frühere Instandsetzungs-Richtlinie abgelöst hat, ergänzt um die Technische Regel Instandhaltung von Betonbauwerken, die in den Bundesländern bauaufsichtlich eingeführt ist. Für Produkte und Systeme gilt die europäische Normenreihe DIN EN 1504, für Bauteile mit Verkehrsbelastung zusätzlich die einschlägigen Regelwerke des Verkehrsbaus.
Praktisch bedeutet das zweierlei. Erstens wird vor Ausführungsbeginn ein Instandsetzungsprinzip festgelegt, etwa der Schutz gegen Eindringen von Stoffen, die Erhöhung des elektrischen Widerstands oder der Erhalt der Passivität der Bewehrung. Aus dem Prinzip folgt das Produktsystem, und beides wird dokumentiert. Zweitens sind Betriebe an Anforderungen an Fachpersonal und Eigenüberwachung gebunden; bei bestimmten Instandsetzungen ist eine Fremdüberwachung und ein Sachkundiger Planer vorgeschrieben.
Für Sie als Auftraggeber ist die Dokumentation der eigentliche Wert. Sie erhalten die Zustandserfassung, die Festlegung des Prinzips, die Produktdatenblätter, die Protokolle der Haftzugprüfungen und Schichtdickenmessungen sowie die Fotodokumentation. Damit ist belegbar, was warum gemacht wurde – im Gewährleistungsfall, gegenüber Versicherung und Eigentümergemeinschaft und bei der nächsten Inspektion in einigen Jahren.
In den allermeisten Fällen ja. Betoninstandsetzung findet fast immer im laufenden Betrieb statt, weil Tiefgaragen, Parkdecks, Balkonanlagen und Fassaden selten für Monate stillgelegt werden können. Wir teilen die Fläche dafür in Abschnitte und arbeiten so, dass immer ein Teil nutzbar bleibt – in Tiefgaragen zum Beispiel hälftig, mit umgelegten Stellplätzen und ausgeschilderter Verkehrsführung.
Die größte Belastung sind Lärm und Staub beim Betonabtrag. Höchstdruckwasserstrahlen ist deutlich staubärmer als Stemmen, erzeugt dafür Wasser, das aufgefangen und abgeleitet werden muss. Wo gestemmt oder gefräst wird, arbeiten wir mit Absaugung direkt am Gerät, Staubschutzwänden und Folienschleusen. Lärmintensive Arbeiten legen wir in Zeitfenster, die wir vorher mit Ihnen und, wo nötig, mit den Bewohnern oder Mietern abstimmen.
Was Bewohner erfahrungsgemäß am meisten stört, ist nicht der Lärm selbst, sondern nicht zu wissen, wann er kommt. Wir informieren deshalb vorab schriftlich über Bauabschnitte, Zeiten und Einschränkungen und benennen einen festen Ansprechpartner vor Ort. Zu beachten ist außerdem, dass Beschichtungen Sperrzeiten haben: Nach dem Auftrag ist eine Fläche je nach System einige Stunden bis wenige Tage nicht begeh- oder befahrbar. Diese Zeiten planen wir mit ein und teilen sie Ihnen frühzeitig mit.
Bei fachgerechter Ausführung und passendem Oberflächenschutz sind zwanzig bis dreißig Jahre ein realistischer Erwartungswert. Für befahrene Flächen wie Parkdecks liegt die Spanne eher bei fünfzehn bis fünfundzwanzig Jahren, weil Taumittel, Reifenabrieb und Temperaturwechsel deutlich stärker belasten. Entscheidend für die tatsächliche Dauer sind drei Dinge.
Erstens die Ursachenbeseitigung: Wird nur der sichtbare Schaden repariert, ohne die eindringende Feuchte zu stoppen, ist der nächste Schaden vorprogrammiert. Zweitens die Vollständigkeit des Abtrags – bleibt chloridbelasteter Beton hinter der Bewehrung stehen, korrodiert sie unter der neuen Schicht einfach weiter, teils beschleunigt durch Elementbildung an der Grenze zwischen altem und neuem Mörtel. Drittens die Systemtreue: Instandsetzungsmörtel, Haftbrücke und Oberflächenschutz müssen aufeinander abgestimmt sein.
Was die Lebensdauer verlängert, ist erstaunlich unspektakulär: regelmäßige Sichtkontrolle einmal jährlich, funktionierende Entwässerung ohne verstopfte Abläufe, saubere Fugenabdichtungen und das rechtzeitige Ausbessern kleiner Fehlstellen. Bei Tiefgaragen empfehlen wir eine Inspektion alle zwei bis drei Jahre und, wo eine Beschichtung vorhanden ist, deren turnusmäßige Erneuerung im Verschleißbereich. Diese Wartung kostet einen Bruchteil dessen, was eine erneute Vollsanierung kostet.
Wir von EastWest Bau haben bereits zahlreiche Betoninstandsetzungsprojekte erfolgreich umgesetzt – von Tiefgaragen über Brückenbauwerke bis hin zu Industrieanlagen. Jedes Projekt wird nach gründlicher Schadensanalyse individuell geplant.
Haben Sie Schäden an Betonbauteilen festgestellt? Kontaktieren Sie uns noch heute! Unser Team analysiert den Zustand Ihrer Betonkonstruktionen und entwickelt eine maßgeschneiderte Sanierungslösung. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.