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Die Abdichtung von Bauwerken ist eine der wichtigsten Maßnahmen zum Schutz Ihrer Immobilie vor Feuchtigkeitsschäden. Ob Keller, Fundament oder erdberührte Bauteile – eine fachgerechte Bauwerksabdichtung verhindert das Eindringen von Wasser und bewahrt die Bausubstanz langfristig.
Am Keller arbeiten wir häufig mit der Kellerabdichtung, an Dach, Balkon und Terrasse mit unseren weiteren Abdichtungen. Schäden am Beton beheben wir vorab durch Betoninstandsetzung.
Keller sind besonders anfällig für Feuchtigkeitsschäden, da sie in direktem Kontakt mit dem Erdreich stehen. Wir führen sowohl Innen- als auch Außenabdichtungen durch und setzen auf bewährte Verfahren wie Bitumendickbeschichtungen, Dichtungsschlämmen und Injektionsverfahren.
Das Fundament ist die Schnittstelle zwischen Bauwerk und Erdreich und damit besonders gefährdet. Wir dichten Fundamente mit hochwertigen Abdichtungssystemen ab, um das Eindringen von Feuchtigkeit von unten und von der Seite zu verhindern.
Erdberührte Bauteile wie Bodenplatten, Kellerwände und Schächte benötigen besonderen Schutz. Wir setzen auf abgestimmte Abdichtungssysteme – von Bitumenbahnen über kunststoffmodifizierte Dichtungsschlämmen bis hin zu Bentonitmatten.
Eine professionelle Bauwerksabdichtung schützt Ihre Immobilie umfassend vor Feuchtigkeit. Die wichtigsten Vorteile:
Die DIN 18533 unterscheidet die Beanspruchung erdberührter Bauteile in vier Wassereinwirkungsklassen. W1-E steht für Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser, W2-E für drückendes Wasser, unterteilt in mäßige Einwirkung bis drei Meter Eintauchtiefe und hohe Einwirkung darüber. W3-E beschreibt nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken, W4-E Spritzwasser am Wandsockel und Kapillarwasser im Mauerwerk.
Welche Klasse gilt, hängt nicht vom Gefühl ab, sondern von der Wasserdurchlässigkeit des Bodens, dem Bemessungswasserstand und der Einbindetiefe des Bauwerks. Bei stark durchlässigem Boden und Grundwasser deutlich unter der Bodenplatte reicht meist eine Abdichtung gegen Bodenfeuchte. Bei bindigem Boden – Lehm, Ton, Mergel – staut sich Sickerwasser auch ohne Grundwasser auf, und es muss gegen drückendes Wasser abgedichtet werden. Deshalb steht am Anfang das Baugrundgutachten, nicht der Materialkatalog.
Zusätzlich ist zu klären, wie das Bauteil genutzt wird. Für einen Lagerkeller gilt eine andere Nutzungsklasse als für eine bewohnte Souterrainwohnung, in der Restfeuchte nicht toleriert wird. Auch Rissbildungsklasse und Verformbarkeit des Untergrunds gehen in die Wahl ein. Wir nehmen diese Einstufung schriftlich vor und legen sie dem Angebot bei, damit nachvollziehbar ist, warum welcher Aufbau gewählt wurde. Eine zu niedrig angesetzte Klasse ist der häufigste und teuerste Fehler bei Abdichtungsschäden.
Alle drei Systeme funktionieren, wenn sie zur Beanspruchung passen und sauber ausgeführt sind. Bitumen- und Kunststoffbahnen werden flächig verklebt oder verschweißt und sind wegen ihrer definierten Dicke besonders unempfindlich gegen Ausführungsschwankungen. Sie sind auch bei hoher Wasserbeanspruchung zugelassen, brauchen aber mehr Zeit, sorgfältige Nahtausbildung und einen ebenen Untergrund.
Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen werden gespachtelt oder gespritzt und sind bei verwinkelten Grundrissen, vielen Durchdringungen und engen Arbeitsräumen im Vorteil, weil sie fugenlos um jedes Detail herumgeführt werden können. Ihr Nachteil ist die Abhängigkeit von der Ausführung: Die Trockenschichtdicke muss eingehalten und in zwei Arbeitsgängen mit Verstärkungseinlage aufgebaut werden, und die Trocknungszeit ist witterungsabhängig. Wir messen die Schichtdicke deshalb an festgelegten Referenzstellen nass und trocken.
Die Weiße Wanne aus wasserundurchlässigem Beton verzichtet ganz auf eine Hautabdichtung: Das Bauteil dichtet selbst. Sie ist unempfindlich gegen Beschädigung beim Verfüllen, schnell im Bauablauf und bei hohem Grundwasserstand oft die robusteste Lösung. Dafür verlangt sie ein durchdachtes Fugenkonzept mit Fugenbändern und Injektionsschläuchen, eine abgestimmte Betonrezeptur und eine sorgfältige Nachbehandlung – und man muss wissen, dass Restfeuchtetransport durch das Bauteil möglich bleibt, was bei hochwertiger Nutzung eine zusätzliche innere Maßnahme erfordern kann. Welche Variante für Ihr Projekt sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam anhand von Wasserbeanspruchung, Nutzung, Bauablauf und Budget.
Ja, und sie sind der wichtigste Teil der Arbeit. In der Praxis geht eine Abdichtung fast nie in der Fläche kaputt, sondern an den Anschlüssen: an Rohrdurchführungen, Arbeits- und Bewegungsfugen, am Übergang von Bodenplatte zu Wand, an Aufzugsunterfahrten, Lichtschächten, Kellerfenstern und am Sockelanschluss über Gelände.
Jedes dieser Details wird konstruktiv gelöst, nicht mit Dichtstoff improvisiert. Rohrdurchführungen führen wir bei drückendem Wasser mit Los- und Festflanschkonstruktion aus, alternativ mit systemgeprüften Dichteinsätzen in Mantelrohren. Arbeitsfugen in wasserundurchlässigem Beton erhalten Fugenbleche, Quellbänder oder innenliegende Fugenbänder, ergänzt um Injektionsschläuche als Rückfallebene, falls doch Wasser durchtritt. Bewegungsfugen bekommen dehnfähige Bandabdichtungen mit ausreichender Schlaufe.
Wichtig ist, dass diese Details vor Baubeginn geplant und nicht auf der Baustelle erfunden werden. Wir zeichnen die Anschlusspunkte vorab durch, stimmen sie mit Ihrem Planer ab und legen die Reihenfolge zu den anderen Gewerken fest – vor allem zur Haustechnik, denn eine nachträglich gebohrte Leitung durch eine fertige Abdichtung ist ein echtes Problem. Jede fertiggestellte Durchdringung wird vor dem Verfüllen einzeln fotografiert und dokumentiert. Diese Bilder sind später der einzige Beleg dafür, wie das Detail tatsächlich ausgeführt wurde.
Eine Drainage ist kein Ersatz für eine Abdichtung, sondern kann sie nur entlasten. Die Abdichtung muss die Wassereinwirkung, die tatsächlich auftreten kann, in jedem Fall allein aufnehmen können – denn eine Drainage kann verschlammen, einwachsen oder verstopfen, und dann steht das Wasser wieder an der Wand. Wer die Abdichtung schwächer auslegt, weil eine Drainage geplant ist, geht ein erhebliches Risiko ein.
Sinnvoll ist eine Dränung nach DIN 4095 dann, wenn der anstehende Boden gering durchlässig ist und sich Stauwasser bilden kann, und wenn es einen Vorfluter gibt, in den das Wasser mit Gefälle abgeführt werden kann – Kanal, Sickeranlage oder Gewässer. Fehlt diese Ableitmöglichkeit oder liegt das Gebäude im Grundwasser, ist eine Drainage wirkungslos oder sogar schädlich, weil sie Wasser heranführt. In vielen Kommunen ist die Einleitung in die Kanalisation zudem genehmigungspflichtig oder unzulässig.
Wird eine Dränung ausgeführt, gehören dazu ein Dränrohr im Filterkies mit Filtervlies, eine Dränschicht oder Noppenbahn mit Filtervlies an der Wand, Spül- und Kontrollschächte an den Ecken und ein durchgängiges Gefälle. Ohne diese Bestandteile ist es keine Drainage, sondern ein Rohr im Boden. Wir prüfen im Ortstermin und anhand des Baugrundgutachtens, ob eine Dränung bei Ihnen überhaupt etwas bringt, und sagen es auch, wenn sie überflüssig ist.
Geprüft wird vor dem Verfüllen der Baugrube, denn danach ist nichts mehr zugänglich. Den Anfang macht eine vollflächige Sichtprüfung auf Fehlstellen, Blasen, offene Nähte und Beschädigungen, gemeinsam mit Ihnen oder Ihrer Bauleitung. Bei Dickbeschichtungen messen wir die Nassschichtdicke bereits während des Auftrags mit dem Kammrechen und kontrollieren nach der Trocknung die Trockenschichtdicke an vorher festgelegten Referenzstellen, üblicherweise über Keilschnitte.
Bei Bahnenabdichtungen werden die Nähte geprüft: bei Kunststoffbahnen mit Prüfnadel oder Vakuumglocke, bei Bitumenbahnen durch Sichtkontrolle der Schweißraupe und stichprobenartiges Anheben. Verstärkungseinlagen an Kehlen und Kanten, die Hohlkehlenausbildung und die Höhe des Sockelanschlusses über Gelände kontrollieren wir gesondert, weil dort die meisten Fehler entstehen.
Alles wird fotografisch dokumentiert, mit Datum, Bauteilbezug und Messwerten, und in einem Abnahmeprotokoll zusammengefasst. Ergänzend achten wir auf den Schutz der fertigen Abdichtung: Noppenbahn oder Perimeterdämmung als mechanischer Schutz, lagenweises Verfüllen mit geeignetem Material und kein Verdichten direkt an der Wand mit schwerem Gerät. Sehr viele Abdichtungsschäden entstehen nämlich nicht beim Abdichten, sondern beim Verfüllen – ein Bagger, der grobes Material gegen die frische Beschichtung kippt, macht in Minuten kaputt, woran zuvor tagelang gearbeitet wurde.
Wir von EastWest Bau haben bereits zahlreiche Abdichtungsprojekte an Gebäuden erfolgreich umgesetzt – von Kellerabdichtungen in Wohnhäusern bis hin zur Fundamentabdichtung gewerblicher Neubauten.
Haben Sie Feuchtigkeitsprobleme an Ihrem Gebäude oder planen Sie eine vorbeugende Abdichtung? Kontaktieren Sie uns noch heute! Unser Team analysiert die Situation vor Ort und entwickelt eine maßgeschneiderte Lösung. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.